Jens Köster
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Jens Köster kommt! Nach Toppenstedt, am 06.08.24, 19.00 Uhr

Nun sind es nur noch wenige Wochen bis zur Wahl des neuen Samtgemeindebürgermeisters der SG Salzhausen. Als unabhängiger Kandidat für dieses wichtige Amt des Verwaltungschefs im Rathaus möchte ich mich Ihnen persönlich vorstellen. Schließlich wollen Sie wissen, wem Sie ihre Stimme am 08.09.24 geben. Über meinen beruflichen Werdegang als Verwaltungsjurist mit 2. Staatsexamen wie auch über mein ehrenamtliches Engagement im Handball und als Personalratsvorsitzender sowie über meinen familiären Hintergrund gebe ich ihnen gerne Auskunft. Aber noch viel wichtiger ist es mir, mit Ihnen über die Zukunft von Toppenstedt und der Samtgemeinde ins Gespräch zu kommen.

Am 06.08.2024 lade ich Sie ein und freue mich darauf, Sie in Bleeckens Gasthaus, ab 19:00 Uhr bei einem kleinen Imbiss in geselliger Runde persönlich kennenzulernen.

Wer nicht die Möglichkeit hat dabei zu sein, kann seine Fragen auch gern hier in die Kommentare schreiben. Ich werde sie dann zeitnah beantworten. Wer seinen Kommentar nicht veröffentlicht sehen will, fügt bitte einen entsprechenden Vermerk bei, dann gibt es auch eine private Antwort. Kommentare unter Klarnamen werden bevorzugt.

Wenn ihr weiterhin auf dem Laufenden bleiben wollt über weitere Termine, die Gespräche, die ich führen werde und meine Ideen für unsere Samtgemeinde, könnt Ihr diesen Blog auch einfach mit Eurer E-Mail Adresse abonnieren.

Die Einladungen werden an Sie verteilt
Einladungen verteilen in Oelstorf mit der Dorfpatin Martina Meyer

Jetzt starte ich mit der wertvollen Unterstützung meiner Dorfpaten mit dem Verteilen von Einladungen. Im August gibt es in fast jedem Dorf der Samtgemeinde für Sie eine Gelegenheit unter dem Motto „Jens Köster kommt!“ mich als unabhängigen Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters kennenzulernen. Erste gute Gespräche gab es jetzt schon an manch einer Haustür.
Selbstverständlich sind die geplanten Termine offene Veranstaltungen, dass heißt, falls Sie an dem Termin in Ihrem Dorf keine Zeit haben sind Sie an jedem anderen Termin ebenfalls herzlich willkommen.
Gerne können Sie mir auch eine E-Mail schicken, die ich dann zeitnah beantworte. Koesterjens@gmx.de

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Herzliche Einladung zum Hoffest am 04.08.24 ab 14.00 Uhr

Herzliche Einladung zum Hoffest am 4. August ab 14:00 Uhr auf dem Hof Köster Eyendorfer Straße 11 im historischen Salzhäuser Ortsteil Lütt Hörpel, gelegen im Dreieck Eyendorfer Straße/ Schulstraße.

Alle Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde Salzhausen sind herzlich eingeladen, bei Kaffeeklatsch und Grillvergnügen Jens Köster, den Kandidaten für die Samtgemeindebürgermeisterwahl am 8. September 2024, persönlich kennenzulernen.

Der hauptamtliche Samtgemeindebürgermeister (Hauptverwaltungsbeamter) ist nach den kommunalrechtlichen Bestimmungen in erster Linie Verwaltungschef der Samtgemeinde und daneben auch ihr Repräsentant. 

Bis 2004 gab es in Niedersachsen sowohl den ehrenamtlichen Samtgemeindebürgermeister als auch den hauptamtlichen Samtgemeindedirektor. Der Samtgemeindebürgermeister hatte die repräsentativen Aufgaben zu erfüllen und die Sitzungen des Samtgemeinderates zu leiten, während der Samtgemeindedirektor der Leiter der Verwaltung war, der die laufenden Geschäfte zu erfüllen und die Beschlüsse des Samtgemeinderates vorzubereiten und auszuführen hatte. Das heutige Amt des Samtgemeindebürgermeisters vereint beide Aufgaben in einer Person.

Die Samtgemeinde Salzhausen benötigt demnach eine Person, die die Ausbildung und Erfahrungen vorweisen kann, eine Verwaltung in dieser Größenordnung zu leiten und die Samtgemeinde angemessen zu repräsentieren.

Jens Köster, als unabhängiger Kandidat und Verwaltungsjurist, bringt die nötigen Qualifikationen und langjährige Erfahrungen für diese Amt mit. Beim Hoffest am 04. August haben alle interessierten Menschen aus Salzhausen die Gelegenheit, mit ihm persönlich ins Gespräch zu kommen.

Jens Köster kommt! – Alle Termine

Hier für Sie auf eine Blick alle Termine und Orte wo Sie mich in den nächsten Wochen treffen können. Bei einem kleinen Imbiss und in guter Gesprächsatmosphäre haben Sie so die Gelegenheit mich persönlich kennenzulernen.

Salzhausen04.08.24, 14.00 UhrHoffest bei Familie Köster
Toppenstedt06.08.24, 19.00 UhrBleckens Gasthaus
Luhmühlen07.08.24, 19.00 UhrPeerkieker
Gödenstorf09.08.24, 19.00 UhrGasthof Isernhagen
Lübberstedt13.08.24, 19.00 UhrBahnhofschuppen
Eyendorf14.08.24, 19.00 UhrHaus Sander
Putensen16.08.24, 19.00 UhrDorfgemeinschaftshaus
Garlstorf20.08.24, 19.00 UhrDorfhalle
Vierhöfen21.08.24, 19.30UhrDorfgemeinschaftshaus
Wulfsen28.08.24, 19.00 UhrGasthof Große
Salzhausen04.09.24, 19.00 UhrRüters Restaurant

Dieser Flyer, wird mit der August Ausgabe von Mein Salzhausen Mein Hanstedt in alle Haushalte der Samtgemeinde verteilt. Aber wie das mit Flyern so ist, schnell sind sie verlegt. Darum hier noch einmal zum Nachlesen, Selbstausdrucken und gerne auch zum Teilen der Flyer als PDF.

Selbstverständlich ist jeder interessierte Mensch aus der Samtgemeinde Salzhausen jederzeit willkommen bei meinen Veranstaltungen. Falls es also so sein sollte, dass Sie an dem Termin in Ihrer Gemeinde nicht teilnehmen könne, kommen Sie gerne zu einem Termin im Nachbardorf.

Wer nicht die Möglichkeit hat dabei zu sein, kann seine Fragen aber auch gerne hier in die Kommentare schreiben. Ich werde sie dann zeitnah beantworten. Wer seinen Kommentar nicht veröffentlicht sehen will, fügt bitte einen entsprechenden Vermerk bei, dann gibt es auch eine private Antwort. Kommentare unter Klarnamen werden bevorzugt.

Jetzt geht es los!

Noch 52 Tage bis zur Wahl des neuen Samtgemeindebürgermeisters. Der perfekte Moment, um mit den Menschen, die mich in den nächsten Wochen aktiv unterstützen den Beginn des Wahlkampfs mit einem Grillvergnügen einzuläuten.

Rechtzeitig zum Start sind auch die Plakate und Flyer eingetroffen. In den nächsten Tagen starten die Teams mit dem Aufhängen von Plakaten in der Samtgemeinde.

Mit der nächsten Ausgabe des Magazins Mein Salzhausen erhalten dann alle Haushalte der Samtgemeinde einen Flyer mit dem ich mich einmal persönlich vorstelle. Darin finden sich auch die Termine, an denen ich unter dem Motto Jens Köster kommt! die Menschen in den Gemeinden einlade mit mir vor Ort ins Gespräch zu kommen. Alle Termine werden natürlich auch hier auf hier meinem Blog angekündigt..

Ich freue mich sehr auf die kommenden Wochen und die vielen Gespräche mit Ihnen.

Wer nicht die Möglichkeit hat bei einem persönlichen Treffen dabei zu sein, kann seine Fragen auch gerne hier in die Kommentare schreiben. Ich werde sie dann zeitnah beantworten. Wer seinen Kommentar nicht veröffentlicht sehen will, fügt bitte einen entsprechenden Vermerk bei, dann gibt es auch eine private Antwort. Kommentare unter Klarnamen werden bevorzugt.

„Jens Köster kommt!“ am 11.06.24 nach Tangendorf

Unter diesem Motto werde ich in den kommenden Wochen die Dörfer der Samtgemeinde besuchen. Den Anfang mache ich in Tangendorf, wo ich am Treffen der UWG Samtgemeinde Salzhausen teilnehmen werde. Ich freue mich mit Euch, den Bürgerinnen und Bürgern, vor Ort ins Gespräch zu kommen. Ich bin überzeugt, dass wir durch offenen Austausch und respektvolles Miteinander die besten Lösungen für die Entwicklung unserer Gemeinden finden werden.

  • Was beschäftigt Euch am Meisten, wenn Ihr an Eure Umgebung denkt?
  • Was möchtet Ihr über mich wissen?
  • Was erwartet Ihr vom Verwaltungschef eurer Samtgemeinde?

Diese und andere Fragen diskutiere gerne mit Euch am 11.06.24. in Tangendorf.

Wer nicht die Möglichkeit hat dabei zu sein, kann seine Fragen aber auch gerne hier in die Kommentare schreiben. Ich werde sie dann zeitnah beantworten. Wer seinen Kommentar nicht veröffentlicht sehen will, fügt bitte einen entsprechenden Vermerk bei, dann gibt es auch eine private Antwort. Kommentare unter Klarnamen werden bevorzugt.

Wenn ihr weiterhin auf dem Laufenden bleiben wollt über weitere Termine, die Gespräche, die ich führen werde und meine Ideen für unsere Samtgemeinde, könnt Ihr diesen Blog auch einfach mit Eurer E-Mail Adresse abonnieren.

Wie ist es um die Pflege in der Samtgemeinde bestellt? – Gespräch mit Nikolaus Lemberg

Es ist noch gar nicht so lange her, da war es normal, dass mehrere Generationen unter einem Dach lebten und „die Alten“ von ihren Kindern gepflegt wurden, wenn dies erforderlich wurde. Auch bei uns zuhause war es so: Unsere Oma lebte bei uns im Haus auf ihrem Altenteil und wurde – als sie dann irgendwann nach einem langen Leben voller Arbeit darauf angewiesen war – von unserer Mutter und unserer Tante, die ebenfalls bei uns im Haushalt lebte, versorgt und gepflegt. Unsere Oma verstarb mit 93 Jahren im Schoße der Familie. Dies war nur deshalb möglich, weil unsere Mutter ihren Arbeitsplatz beim uns im Haus und Garten hatte.

Heutzutage ist den meisten Menschen eine Pflege von Angehörigen ohne professionelle Hilfe nicht mehr möglich. Als wir vor kurzem selbst in die Situation gekommen waren, dass wir Unterstützung bei der Pflege brauchten, merkten wir, wie schwierig es ist, professionelle Hilfe zu bekommen. Ich wollte es genauer wissen, ob wir uns Sorgen machen müssen und habe im Mai 2024 mit Nikolaus Lemberg von der Interessengemeinschaft e. V. über die Pflegesituation in der Samtgemeinde gesprochen:

Jens: Lieber Nikolaus, eine Frage an Dich als Eyendorfer: Beim MTV Eyendorf gibt es eine Regel, wonach man eine Kiste Bier ausgeben muss, wenn man es auf die Titelseite des “Winsener Anzeigers” schafft. Wie viele Kisten hättest Du im vergangenen Jahr ausgeben müssen?

Nikolaus (lacht): Ich habe es jetzt nicht gezählt, aber wenn ich mal so rückwärts abspule, würde ich sagen, drei, vier Kisten wären es gewesen: Also mehr, als ich alleine trinke.

Jens: Den Eindruck hatte ich auch. Das ist ja schon ein sehr aktuelles Thema: die Pflege.

Seit dem 1.9.2022 gibt es eine Verpflichtung der Pflegeheime und der ambulanten Pflege­dienste, die Arbeitsentgelte dem TVöD anzupassen. Ab März 2024 gab es dann eine tarif­liche Erhöhung der Entgeltgruppen um einen Sockelbetrag von 200 Euro plus 5,5 Prozent, mindestens aber 340 Euro. Kannst du sagen, inwieweit sich bei Euch die Arbeitsentgelte seit 1.9.2022 erhöht haben?

Nikolaus: Ja, das sind tatsächlich zwischen 20 und 25 Prozent Erhöhung. Und das ist im Kontext dieser Tariftreue-Regelung passiert. Wir haben uns aufgrund der Situation, dass wir nicht nur Pflege, sondern auch Schulkindbetreuung und Schulassistenz haben, für die Anleh­nung an den TVöD entschieden. Andere haben sich für das “regional übliche Entgelt” oder für kirchliche Arbeitsrechtsregelungen entschieden, was ebenso möglich gewesen wäre.

Jens: Aber diese Differenzen, die zahlen doch die Kassen, oder?

Nikolaus: So steht es im Gesetz, es passiert aber nicht. Wie kann das sein? Im Ergebnis versagt hier die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen.

Selbstverwaltung in diesem Sinne sind die Leistungserbringer und die Kostenträger­verbände, die die Vergütungsverein­barungen schließen und so weiter. Und da stellen sich die Krankenkassen stur und sagen: Nö, machen wir nicht. Oder verweisen auf andere Bereiche, in denen bereits eine Anpassung erfolgte.

Die Interessengemeinschaft ist ein gemeinnütziger Verein. Hier muss kein Unternehmergewinn erzielt werden. Aber obwohl wir darauf verzichten, kommen wir nicht auf eine schwarze Null. Und das beweist ja eigentlich schon, dass dieses neue Modell der Tariftreue so nicht funktionieren kann.

Jens: Hast du den Eindruck, da ist Land in Sicht oder hast du da keine Hoffnung?

Nikolaus: Nein, habe ich tatsächlich im Moment nicht. Weil es immer dann wieder diesen Verschiebebahnhof gibt. Der Bund sagt, haben wir doch gemacht, es mangelt an der Um­setzung. Die Kassen sagen, da muss der Bund in der Gesetzgebung nachsteuern. Das Land sagt, wir können auch nichts machen. Wir haben zwar die Rechtsaufsicht, aber die AOK, die ist da frei in ihrer Gestaltung. Also: der eine verschiebt es auf den anderen.

Jens: Wie trägst du jetzt gerade die Mehrkosten, wie läuft das tatsächlich?

Nikolaus: Tatsächlich ist es so, dass wir Rücklagen aufbrauchen, die wir für ganz andere Dinge angespart haben. Also zum Beispiel seht ihr vor dem Haus E-Autos stehen, die noch nicht in Betrieb genommen sind. Geplant war die Erstellung einer Photovoltaikanlage in Kombination mit E-Ladesäulen. Dieses Projekt verschieben wir jetzt erstmal in die nächsten Jahre, weil wir die Investitionskosten gerade ins Personal stecken.

Jens: Anfang Oktober 2023 habt ihr, also du und deine Kollegen von der “Initiative Pflege­stopp”, die Pflege symbolisch zur Grabe getragen. Anlass war, dass etliche Pflegeeinrich­tungen hier im Landkreis schließen mussten. War die Steigerung der Personal­kosten der einzige Grund dafür, dass diese Unternehmen ihren Betrieb nicht weiterführen konnten, oder gab es da noch andere Gründe?

Nikolaus: Also man muss das tatsächlich unterscheiden. Die Situation von ambulanten Pflegediensten ist überall so, wie ich es hier erlebe. Die Personalkosten drehen uns einfach den Hahn zu, weil sie nicht refinanziert sind. Die stationären Betriebe haben ein anderes Problem, das sie in die Insolvenz führt:

Die stationären Betriebe haben unterschiedliche Aufsichtsbehörden, die ihnen auf die Finger gucken und die wichtigste ist die Heimaufsicht. Die Heimaufsicht begrenzt bei einer Unter­schreitung einer bestimmten Fachkraftquote die Bettenbelegung. Dann werden mehrere Zimmer, eine Station oder eine ganze Etage in so einem Heim gesperrt.

Und wenn man dann weiß, dass die Kostenvereinbarung mit den Pflegekassen immer auf 95% Auslastung gerechnet ist und nur dann funktioniert, dann heißt eine Sperrung einer ganzen Etage oder einer Station, dass die Betriebe wirtschaftlich nicht mehr auf einen grünen Zweig kommen können.

Es sind natürlich auch nicht nur Pflegeeinrichtungen im Landkreis Harburg betroffen. Wenn man über die Landkreisgrenze schaut, dann sind auch Pflegeeinrichtungen in Amelinghau­sen, Kirchgellersen, Westergellersen, also in der ganz konkreten Umgebung betroffen. Und all das drückt natürlich noch mehr auf die ambulante Versorgung und lässt hier noch mal häufiger die Telefone schellen, weil die Leute in ihrer Not auf die ambulante Versorgung durch uns zurückgreifen.

“Ich würde sagen, der richtige Weg ist, sich darum zu kümmern.”
Nikolaus Lemberg, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft e. V.

Jens: Okay, das ist jetzt ein schon paar Monate her, hat sich seitdem schon irgendwas verändert?

Nikolaus: Nein. Also man fragt sich wirklich, wer eigentlich in der großen Politik noch auf was wartet. Die Alarmzeichen sind so deutlich und wir haben uns ja nun schon vor etwa zwei Jahren mit einem Appell an die kommunale Ebene gerichtet. Ich meckere über die Bundes- und Landespolitik und über die Selbstverwaltung, aber ich bin auch darüber frustriert, dass vonseiten derjeni­gen, die kommunal in den Gemeinden und auch im Landkreis die Verantwortung tragen, ein richtiger Druck, ein Aufbäumen nicht stattfindet und das wird uns allen vor die Füße fallen. Hier in der Samtgemeinde Salzhausen werden in den nächsten Jahren die Familien als Angehörige pflegebedüftiger Menschen keine Versorgung mehr finden. Und spätestens dann ist die Pflege eben doch ein kommunales Thema.

Jens: Was genau meinst du, könnten oder sollten die Kommunen denn tun? Also insbeson­dere die Samtgemeinde oder die Gemeinden, das ist natürlich das, was mich besonders interessiert. Was kann ich tun, wenn ich Samtgemeindebürgermeister würde, um die Situation für euch und die Pflegeheime zu verbessern? Nach oben Druck machen?

Nikolaus: Nach oben Druck machen ist ein Punkt. Der Landkreis steht in der Verpflichtung, eine kommunale Pflegeplanung zu machen, das hat der Gesetzgeber dem Landkreis aufer­legt. Das macht er für mich wahrnehmbar – schon seit mehreren Jahren – nicht. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Mitglieder in den kommunalen Räten dann auch fragen, ob das jetzt überhaupt ihr Thema ist.

Es ist aber nicht nur eine kommunale Pflegeplanung, sondern es ist auch eine regionale und lokale Pflegeplanung erforderlich, welche unterhalb des Landkreises stattfinden könnte. Man sollte sich auch mit den Nachbarkommunen unterhalten, wie denn die Lage zum Bei­spiel Richtung Samtgemeinde Hanstedt ist. Da fehlt es nämlich an ausreichenden Kapazitäten.

Jens: Wir haben ja hier in Salzhausen mit der Tagespflege vom Heidmarkhof, den Johannitern und der Tagespflege Witthöftsfelde drei Einrichtungen der Tagespflege. Dann haben wir Angebote der stationären Pflege im Heidmarkhof und in Garstedt, zudem ambulante Pflege durch euch, von “Pflege zu Haus” vom Heidmarkhof und durch die Johanniter. Und dann gibt es betreutes Wohnen im Maschensfeld, im Heidmarkhof und im Witthöftsfelde.

Salzhausen selbst scheint ja ganz gut versorgt zu sein. Wird das dem aktuellen Bedarf gerecht? Und wenn man mal nicht nur auf die Gemeinde Salzhausen schaut, sondern insge­samt auf die Samtgemeinde, wie siehst du da die aktuelle Versorgung mit Pflegeangeboten?

Nikolaus: Was wir hier überall zu wenig haben, ist die Wohnortnahversorgung mit innovativen neuen Wohn- und Betreuungsformen.

Jens: In Neu Wulmstorf ist jetzt aktuell ein neuer Komplex mit über 6.500 Quadratmeter Mietfläche entstanden. Die Pflegeeinrichtung wird von einem Unternehmen betrieben, das deutschlandweit mit 3.700 Mitarbeitern tätig ist, außerdem auch in China und Österreich. Ändert sich gerade die Marktstruktur in der Pflegebranche?

Nikolaus: Nach meinem Bauchgefühl sind die Großen auch schon wieder auf dem absteigen­den Ast. Börsennotierte Player im Pflegebereich gibt es schon seit 15, 20 Jahren, aber zunehmend greift es um sich. Und gleichzeitig ist klar, dass das nicht funktionieren wird, weil die großen Einrichtungen in der Ansprache ihrer Mitarbei­tenden keinen Fuß auf die Erde kriegen. Das heißt, die können diese Herausforderung, die ja immer eine persönlich menschliche ist, aufgrund ihrer Konzern­struktur überhaupt nicht erfüllen. Wer das kann, ist so eine Einrichtung wie hier der Heidmarkhof.

Jens: Wie bekommen diese Konzerne das denn wirtschaftlich hin? Haben die ausreichend viele Pflegefachkräfte, so dass die Heimleitung nicht einschreiten muss?

Nikolaus: Bei einer großen Einrichtung in Winsen stand der Neubau ein Dreivierteljahr leer und ist jetzt erst belegt worden, weil durch die Insolvenzen der anderen Pflegeheime nicht nur die Kunden, sondern auch die Mitarbeiter in diese Einrichtung gewechselt sind. Den Neubau hätte der Betreiber gerne schon vor einem Dreivierteljahr belegt, konnte es aber nicht. Jetzt kann er es.

Jens: In Scharmbeck betreibt ihr eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz.  Warum gibt es nicht mehr alternative Wohnprojekte wie zum Beispiel Alten-WGs?

Nikolaus: Wir brauchen ganz andere Formate, weil wir es einfach nicht mehr personell bewältigen werden. Die Leute lassen sich nicht zu dem ausbilden, zu dem wir sie gerne ausbilden wollen. Und wenn wir nicht zufälligerweise vor Jahren begon­nen hätten, Menschen aus dem Kreise der Geflüchteten auszubilden, hätten wir gar keine Auszubildende.

Wohnformen für spezielle Zielgruppen, ambulant betreute Wohngemeinschaften, Generationenwohnen: Aktuell fehlt hier auf dem Land noch die Fantasie, solche Wohn­formen auf den Weg zu bringen. Ich sehe definitiv auch die Kommunalparlamente und die Samtgemeindeebene in der Verantwortung, solche Ideen zu realisieren. Andere Bundes­länder sind da viel weiter. Es wird dahin gehen, dass die Wohnformen im Alter sich verändern, und dann kann man sich darum kümmern oder es einfach nur so passieren lassen. Ich würde sagen, der richtige Weg ist, sich darum zu kümmern.

Jens: Wie geht es deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Hast du bei all den Anforderungen auch noch ein Auge auf die Mitarbeitenden?

Nikolaus: Doch, wir bemühen uns. Ich bemühe mich da selbst. Also ich glaube, was die Mitarbeitenden hier schätzen, ist, dass der Geschäftsführer und die Leitungskräfte ein offenes Ohr auch für die kleinen Themen des Lebens haben.

Wir bemühen uns um mitarbeiterfreundliche Dienstzeiten und kümmern uns um die Menschen, mit denen wir hier zusammen leben und arbeiten.

Jens: Wenn du jetzt mal so in die Zukunft schaust, wie würde das in 30 Jahren aussehen, wenn wir beide alt sind und gepflegt werden müssen?

Nikolaus: Also noch viel bunter. Ich hoffe, dass wir es dann auch wieder hinkriegen, dass junge Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind, die Pflege als attraktiven Beruf wahrnehmen. Da wird sich dann hoffentlich das auszahlen, was wir jetzt im Moment so als leidvollen Weg empfinden: Die Einführung der Tariftreue.

„Die Pflege ist der bestbezahlte Ausbildungsberuf, den man überhaupt ergreifen kann.“

Aber man muss auch deutlich darauf hinweisen, dass die Pflege der bestbezahlte Ausbildungsberuf ist, den man überhaupt ergreifen kann. Nirgends kann man mehr Geld während der Ausbildung verdienen als in der Pflege. Es wäre schön, wenn insbesondere junge Menschen wieder den Wert solcher Berufe erkennen, ganz unabhängig von der Vergütung.

Jens: Wie kann man das machen? Wie kann man den Beruf attraktiver machen?

Nikolaus: Man kann nur immer wieder darüber erzählen und einfach mit Menschen im Gespräch sein. Gerade auch in den Phasen, wo es für Familien, für Einzelne, als Angehörige, als pflegende Angehörige so bedeutsam wird. Wir haben auch Beratungsangebote und Kurse für pflegende Angehörige. Und es ist nicht selten, dass Menschen nach einer Pflegesituation in der Familie einen beruflichen Umstieg oder eine Neuorientierung hin zur Pflege anstreben. Und so entstehen da im lokalen Bereich immer neue Kontakte.

Jens: Hast du noch weitere Wünsche an die kommunale Politik?

Nikolaus:  Ich würde mir wünschen, dass man intensiver über altersgerechtes Wohnen nachdenkt. Das Thema altersgerechtes Wohnen ist komplex und fängt unter anderem bei den Wohn- oder den Bebauungsplänen an. Es ist schön, wenn die KWG im Wohngebiet „Witthöftsfelde Süd“ in Salzhausen kleinteilige Wohnungen baut, aber gibt es auch Grundrisse im Angebot, die zum Beispiel Wohngemeinschaften ermöglichen? Und es gibt ja bauliche und Architektur-Konzepte, wonach bei einer Einzelwohnung nach Entfernung einiger weniger Wände ein Grundriss mit Gemeinschaftsraum und Gemeinschaftsküche entsteht, der sich als Wohngemeinschaft eignet.

Jens: Lieber Nikolaus, vielen Dank für dieses sehr interessante Gespräch!

Wenn wir hier vor Ort in Würde alt werden wollen, müssen wir entsprechende Angebote für altersgerechtes Wohnen auf der Grundlage der Bauleitplanung schaffen. Auch die Möglichkeit, alternativen Wohnformen zu schaffen, sollte man ganz konkret in Erwägung ziehen. Hierzu halte ich es für unbedingt erforderlich und absolut hilfreich, auch diejenigen nach ihren Wünschen und Vorstellungen zum altersgerechten Wohnen zu fragen und konkret zu beteiligen, die jetzt schon davon betroffen sind: Die heutigen Seniorinnen und Senioren. Außerdem benötigen die Institutionen vor Ort die Unterstützung der Kommunen. Wir können und dürfen nicht darauf vertrauen, dass andere unsere Zukunft planen und gestalten. Darum müssen und wollen wir uns selbst kümmern. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam gute Lösungen finden werden.

Breite Unterstützung für Jens Köster als Kandidat zum Samtgemeindebürgermeister von Salzhausen

Vertreter aus allen Gemeinden der Samtgemeinde Salzhausen trafen sich
zur Vorbereitung des Wahlkampfes im Haus des Gastes.
„Jens Köster – einer von uns“ ist die Überschrift – manche sagen auch Claim – der Bewerbung
von Jens Köster um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters.

Und die kennzeichnete auch die
Stimmung beim ersten Treffen der „Dorfpaten“, wie sie sich selber nennen, am 14. April im Haus
des Gastes. Denn die unterstützenden Parteien der UWG und SPD hatten aus allen Gemeinden der
Samtgemeinde Vertreter gesandt, die dabei helfen wollen, Jens Köster vor Ort bekannt zu machen.
Jens Köster ergriff bei der Veranstaltung dann auch die Gelegenheit, noch einmal kurz seinen Werdegang und vor allem seine Intentionen für das mögliche Amt des Samtgemeindebürgermeisters
zu skizzieren.


In Salzhausen aufgewachsen als jüngstes von vier Kindern war er schon früh geprägt durch das
gesellschaftliche Engagement seiner Eltern. Seine Mutter, Gerda Köster, hatte so manchem Kind in
der Samtgemeinde das Schwimmen beigebracht und sein Vater, Ludwig Köster, ist noch vielen als
langjähriges Mitglied im Gemeinde- und Samtgemeinderat von Salzhausen bekannt.
Nach Abitur und Zivildienst studierte Jens Köster in Saarbrücken Rechtswissenschaften und
absolvierte das Referendariat mit dem Schwerpunkt Verwaltungsrecht und das Zweite Staatsexamen zum Volljuristen. Seit seiner Rückkehr nach Salzhausen, wo er zusammen mit seiner Frau
und seinen zwei Kindern lebt, ist er bei der Bundesagentur für Arbeit als Jurist tätig und aktuell
Personalratsvorsitzender in Lüneburg. Parallel war der begeisterte Handballer nach seiner aktiven
Zeit nicht nur lange Jahre Jugendtrainer, sondern in den Vorständen vom MTV Eyendorf und MTV
Salzhausen zeitweise als deren Vorsitzender engagiert, weil ihm der Umgang mit Menschen Freude
macht und für ihn der Einsatz für die Gemeinschaft eine Selbstverständlichkeit ist.


Aus seiner Erziehung und Persönlichkeit leiten sich denn auch die Ziele des 53-Jährigen für das
anvisierte Amt des Samtgemeindebürgermeisters ab. Ein rücksichtsvolles und kollegiales Arbeits-
klima in der Verwaltung, eine weite Öffnung für eine aktive Bürgerbeteiligung sowie eine starke
Vertretung der Interessen der Samtgemeinde Salzhausen zusammen mit den Nachbargemeinden
gegenüber dem Bund und den Landesregierungen sind einige davon.

„Es muss endlich gelingen, im Schulterschluss mit den anderen Samtgemeinden, die finanziellen
Lasten, die der Bund uns aufgebürdet hat, deutlich zu reduzieren“, betonte Jens Köster
.


In der Diskussion mit den „Dorfpaten“ wurde erneut bestätigt, dass Jens Köster bestens als verbindender Samtbürgermeister geeignet sei, da er im Gegensatz zu den Kandidaten mit Parteibuch
unabhängig von Partei-Ideologien und Vorgaben die Bedürfnisse aller Einwohnen gleich gewichten
würde. Daneben sei er als Volljurist mit dem Schwerpunkt Verwaltungsrecht und mit seinem beruflichen Werdegang für das wichtige Amt prädestiniert, denn die Verwaltung solle die politischen
Räte in den Gemeinden unterstützen und nicht einseitig beeinflussen.

Um dieses in allen Gemeinden transparent zu machen und um möglichst vielen Menschen in der
Samtgemeinde die Möglichkeit zu geben, Jens Köster kennenzulernen, wollen die „Dorfpaten“
hierfür in den kommenden Monaten diverse Gelegenheit organisieren.
Salzhausen, den 15. April 2024

Kandidaten Triell, 17.04.24

Am 17.04. um 19:00 Uhr findet im Gasthaus Große in Wulfsen eine moderierte Podiumsdiskussion statt, bei der Ihr auch Eure Fragen an mich und meine/n Mitbewerber/in richten könnt.

Nehmt Euch die Zeit und kommt vorbei! Ich freue mich über Eure Unterstützung!

Termine

In den Wochen vor dem Wahltermin werden Sie immer wieder Gelegenheit bekommen, mich bei verschiedenen Anlässen persönlich zu treffen:

-> Freitag, 12. April ab 19:30 Uhr Jahreshauptversammlung des MTV Eyendorf, Gasthaus Sander, Eyendorf

-> Sonntag, 14. April ab 14:00 Uhr Auftaktveranstaltung, Haus des Gastes, Salzhausen

-> Mittwoch, 17. April ab 19:00 Uhr Kandidaten-Triell, Gasthaus Große, Wulfsen

-> Mittwoch, 24. April ab 19:00 Uhr Treffen Jugendforum Brückenschlag, Haus des Gastes, Salzhausen

-> Mittwoch, 01. Mai ab 10:00 Uhr Fahrradtour mit der SPD, Schlauchturm, Salzhausen

-> Donnerstag, 02. Mai ab 19:00 Uhr Mitgliederversammlung der Waldbadförderer, Haus des Gastes, Salzhausen